Aktuelle Meldungen der WBS SCHULEN

4640 Euro für letzte Herzenswünsche

Auszubildende beschenken Sozialprojekt „Wünschewagen Sachsen“

Wem nur noch wenig Zeit auf dieser Erde verbleibt, konzentriert sich auf das Wesentliche. Oft ergeben sich dann noch einmal Herzenswünsche, die der Betreffende unbedingt noch realisieren möchte, bevor er diese Welt verlassen muss. Der Umsetzung dieser speziellen Wünsche hat sich das Projekt „Wünschewagen“, eine Initiative des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), verschrieben.
Peter Großpietsch, der Geschäftsführer des ASB Kamenz/Dresden, konnte sich jetzt über die größte, jemals eingegangene Einzelspende freuen. Sie kam von den Schülerinnen und Schülern der Klasse AP15-2 der WBS SCHULEN Dresden. In den letzten Wochen haben sie mit zahlreichen Aktionen und weitreichendem Engagement insgesamt
4640 Euro
für dieses soziale Projekt gesammelt. Initiatorin war die stellvertretende Schulleiterin Susanne Kniola. Im Rahmen des Deutschunterrichts bekamen die Lernenden die Aufgabe, ein Projekt ihrer Wahl umzusetzen.

Dass die angehenden Altenpflegerinnen und Altenpfleger eine derartige Energie entwickeln würden, ahnte sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. "Ich bin stolz, sie als meine Schülerinnen und Schüler bezeichnen zu dürfen und hätte nie erwartet, dass sie sich so ins Zeug legen würden. Sie haben viel Mut bewiesen – einige Schüler sind sogar bis nach Berlin gefahren, um den Geschäftsführer der WBS SCHULEN, Heinrich Kronbichler, um eine Spende zu bitten“, so Susanne Kniola. Die Ideen, um Geld zu sammeln, reichten von Kuchenbasar über Sachspenden, die im Rahmen einer Tombola meistbietend versteigert wurden, bis hin zu selbst gebastelten Spardosen in Form des Wünschwagens (siehe Bild), die in Bars, Praxen, Pflegeeinrichtungen und anderen öffentlichen Stellen platziert wurden.

Ralf Rehwagen, Koordinator des „Wünschewagen Sachsen“, erklärte den Schülerinnen und Schülern wie ein Herzenswunsch konkret realisiert wird:

1.    Der ASB übernimmt die komplette Planung der Aktion.
2.    Der Patient, Angehörige oder ein Dritter äußert den letzten Wunsch, z.B. Besuch eines Musicals in Hamburg oder Teilnahme an einer Familienfeier außerhalb von Dresden. Häufig wünschen sich die Betreffenden, noch einmal Zeit mit ihrer Familie oder einem anderen nahestehenden Menschen zu verbringen.
3.    Der ASB prüft, ob der Patient transportfähig ist.
4.    Die Betreuung während der Fahrt übernimmt eine ehrenamtliche Kraft (oftmals mit medizinischem Hintergrund, da mindestens der Erste-Hilfe-Schein und oft auch mehr medizinisches Wissen notwendig sind).
5.    Der ASB sucht darüber hinaus auch Spender vor Ort, beispielsweise zum Sponsoring von Musicalkarten oder Hotelaufenthalten.

Für das Team des Wünschewagens ergibt sich aus dieser Aktion noch ein weiteres Plus: einige der Schülerinnen und Schüler sind sehr daran interessiert, zukünftig auch ehrenamtlich mitzuarbeiten.

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Rita  Nonnewitz
Rita Nonnewitz
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Lesen Sie den ersten JobReport zu Gesundheit, Pflege und Soziales - Ausgabe 2014.

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