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Aktuelle Meldungen der WBS SCHULEN

Wissenschaftliche Analyse zum Azubi Welcome Programm der WBS SCHULEN


Mitarbeiterin beendet erfolgreich ihr berufsbegleitendes Studium

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit im Bereich „Sozialwissenschaften / Ökonomische Bildung“ hat unsere Oldenburger Mitarbeiterin Lisa Gabriel das Azubi Welcome Programm der WBS SCHULEN genau unter die Lupe genommen. Zentrale Fragestellung war dabei „Wie die Integration vietnamesischer Pflegeschüler/-innen gelingen kann – am Beispiel des Azubi Welcome Programms der WBS SCHULEN“.

Die Arbeit orientiert sich direkt an der Praxis und flankiert so aktuelle Pläne der Bundesregierung, nach denen Pflegefachkräfte aus dem Ausland rekrutiert werden sollen, um dem massiven Fachkräftemangel in diesem Bereich entgegenzuwirken. Die Untersuchungsergebnisse weisen damit gerade für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn oder den Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, eine hohe Relevanz auf.

Konkret werden Erfolgsfaktoren für Integrationsprozesse hinsichtlich ihrer Wirksamkeit untersucht:

  • Sprachqualifizierung
  • Vermittlung kulturellen Wissens
  • Arbeitsmarkt (Sicherung des Lebensunterhalts)
  • Wohnungsmarkt (Unterstützung bei der Wohnungssuche) und
  • soziale Kontakte.

Integration ist ein wechselseitiger Prozess, der vielen Einflussfaktoren unterliegt. Folgende zentrale Handlungsempfehlungen konnten ermittelt werden:

  • Sprachqualifizierung bis mindestens B1 Niveau bereits im Herkunftsland, um einen Ausbildungsvertrag und somit ein Visum zu erhalten
  • ausbildungsbegleitender, pflegespezifischer Sprachkurs
  • interkulturelle Trainings und Seminare im Herkunftsland
  • Vermittlung des deutschen Pflegeverständnisses
  • interkultureller Workshop mit Azubi, Berufsfachschule und Pflegeeinrichtung
  • Schülerpatenschaften/Sprachtandems
  • interkulturelle Trainings für die Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung
  • Unterstützung bei der Wohnungssuche: gemeinsame Unterbringung ausländischer Schüler zu Beginn, Wohngemeinschaften mit deutschen Schülern für den Hauptteil der Ausbildung
  • Mentoren als Begleiter in der Startphase und idealerweise über den gesamten Ausbildungszeitraum (Behördengänge und ausbildungsspezifische Fragestellungen)
  • Übergeordneter Projekt-/Programmkoordinator zur Abstimmung der verschiedenen Handlungsbedarfe.

Von schulischer Seite aus ist zudem die Entwicklung eines gesamtschulischen, interkulturellen Konzepts förderlich.

„Wenn zukünftig und langfristig aus dem Ausland rekrutierte Fachkräfte helfen sollen, den Pflegekräftemangel abzufangen, bedarf es darüber hinaus eines politischen Handelns. So sollte generell die Arbeitssituation in den Pflegeeinrichtungen verbessert, die bürokratischen Hürden für internationale Fachkräfte herabgesetzt und die Gesellschaft auf die Herausforderungen der Zuwanderung vorbereitet werden“, so die Verfasserin der Studie.

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Rita  Nonnewitz

Rita Nonnewitz

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