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Erfahrungsbericht Akutpflege-Einsatz in der Pflegeausbildung


Eine angehende Pflegefachfrau erzählt - WBS SCHULEN Hamm

Meine Pflicht-Einsatzzeit betrug 10 Wochen auf der Station Kardiologie und Innere Medizin. Die ersten Wochen waren für mich persönlich sehr ungewohnt, da es ein ganz anderes Arbeiten ist, als bei meinem Ausbildungsträger im ambulanten Pflegedienst.

Nach einigen Wochen habe ich mich dann sehr gut einarbeiten können und ich kam bestens mit den Mitarbeitern und den Patienten zurecht. Von den Kollegen wurde ich sehr gut angenommen, obwohl ich von einem anderen Träger komme.
Zu meinen Aufgaben gehörte nach sorgfältiger Anleitung einer Fachkraft:

  • Die morgendliche Visite der Patienten mit Puls-, Blutdruck- und Temperaturkontrolle.
  • Anschließend begannen wir mit der morgendlichen Pflege der Patienten. Dabei wurde abgewogen, welcher Patient Anleitung benötigt oder bei wem die Pflege komplett durch das Personal übernommen werden muss.
  • Die Zubereitung der Infusionen (Antibiosen, Diuretika etc.)
  • Das (Bereit-)Stellen der Medikamente (siehe Foto)
  • Die Dokumentation in der Patientenkurve (siehe Foto)
  • Die Überwachung der Ablationen (Untersuchung der Herzgefäße mittels eine Katheters).

Dabei geht der Operateur mittels eines Katheters durch ein Blutgefäß in der Leiste oder aber am Handgelenk (Arteria Radialis). Anschließend wird die Leiste mittels Druckverband verbunden oder aber, wenn der Operateur über die Arteria Radialis geht, per TR-Band (siehe Foto) verschlossen, um eine Nachblutung zu verhindern. Innerhalb des Bandes befindet sich ein Luftkissen, das aufgepumpt werden kann, während der Patient das Band trägt. So kann der Kompressionsdruck des Bandes sehr leicht durch Einblasen und Ablassen von Luft mit einer herkömmlichen Spritze variiert werden.

Das Band ist transparent, damit man das darunterliegende Gewebe beurteilen kann. Im Normalfall wird unmittelbar nach der Punktion das Band angelegt und mit Luft maximal geblockt. Unter Kontrolle des Lokalstatus und der Durchblutung der Finger wird der Druck dann in 30-Minuten-Intervallen schrittweise reduziert. Sollte es zu Nachblutungen kommen, kann wieder Luft zugegeben werden. Vorsicht geboten ist bei Patienten, die unter Demenz leiden, da sich der Klettverschluss des Bandes relativ leicht öffnen lässt, was die Kompressionswirkung sofort aufhebt.

Die Patienten kommen nach den Ablationen für 24 Stunden an einen Überwachungsmonitor – der sogenannte Delta (siehe Foto). Dort werden für die nächsten 24 Stunden regelmäßig die Vitalwerte überprüft. Der Delta-Monitor befindet sich beim Patienten im Zimmer und der Überwachungsmonitor im Pflegestützpunkt (siehe Foto). Sollten die Werte nicht optimal sein, gibt dieser ein akustisches Signal ab.

FAZIT: Im Großen und Ganzen war es für mich eine positive Erfahrung, da ich wirklich gute Einblicke bekommen und sehr viel gelernt habe. Der einzige Nachteil war die aktuelle Corona Pandemie, die es einiges erschwert. Man muss unter anderem 8 Stunden lange eine FFP 2 Maske tragen, 2 x pro Woche muss jeder Mitarbeiter zum Corona-Schnelltest (siehe Foto). Die Patienten werden bei der Aufnahme per Schnelltest und zeitgleich auch per PCR Test getestet und des Weiteren alle 7 Tage nach Verbleib auf Station. Sollte der Patient innerhalb der Institution verlegt werden oder aber auch außerhalb, so wird der Patient wieder mittels PCR getestet. Das gleiche gilt bei Entlassungen.

Wir bedanken uns herzlich bei unserer Schülerin Silke Wolter, die an den WBS SCHULEN in Hamm ausgebildet wird, für diese praxisnahen, äußerst spannenden Einblicke in einen gesellschaftlich hoch relevanten Beruf Pflegefachfrau/-mann.

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Ansprechpartnerin.

Rita  Nonnewitz

Rita Nonnewitz

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