Angehende Pflegefachkraft betreut empathisch einen Senior im Krankenbett zur Förderung der patientenorientierten Pflege.
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Der erste große Praxistest in der Pflegeausbildung

Blutdruck messen, mobilisieren, pflegen und Entscheidungen treffen: Beim OSCE beweisen die Auszubildenden der WBS SCHULEN Dresden, was sie im ersten Lehrjahr gelernt haben. Der praxisnahe Prüfungsparcours verbindet Theorie und Berufsalltag auf besondere Weise.

Der Puls wird kontrolliert, der Pflegewagen vorbereitet und die nächsten Schritte im Frühdienst geplant. Für die Auszubildenden zur Pflegefachkraft an den WBS SCHULEN Dresden beginnt damit eine wichtige Herausforderung: die OSCE.

Die objektiv strukturierte klinische Untersuchung, kurz OSCE, markiert den ersten großen Meilenstein auf dem Weg zur Pflegefachperson. Hier zeigt sich, wie sicher theoretisches Wissen bereits in praktischen Pflegesituationen angewendet werden kann.

Frau Reisig braucht Unterstützung

Im Mittelpunkt des diesjährigen Szenarios steht die fiktive Patientin Frau Reisig. Nach einem Fahrradunfall wird sie auf einer unfallchirurgischen Station des Universitätsklinikums Dresden versorgt. Eine Trümmerfraktur der rechten Tibia sowie eine distale Radiusfraktur am rechten Arm schränken sie seit Wochen in ihrem Alltag ein.

Für die Auszubildenden bedeutet das: Sie übernehmen Verantwortung und handeln so, wie sie es später im Berufsleben tun werden. Jede Aufgabe ist Teil einer zusammenhängenden Pflegesituation und orientiert sich an realen Anforderungen des Berufsalltags.

Vom Messgerät bis zur Mobilisation

Während des OSCE absolvieren die Schüler:innen verschiedene Stationen. Dazu gehören unter anderem:

  • Blutdruck- und Pulsmessungen
  • fachgerechte Intimpflege
  • sichere Lagerung der Patientin
  • Planung des Frühdienstes
  • Unterstützung bei Körperpflege und Mobilisation

Begleitet von einer imaginären Praxisanleiterin treffen sie pflegerische Entscheidungen, strukturieren ihre Arbeit und setzen erlernte Handlungsschritte selbstständig um.

Lernen, prüfen und weiterentwickeln

Der OSCE bewertet nicht nur einzelne Tätigkeiten. Im Fokus steht das Zusammenspiel von Fachwissen, praktischen Fertigkeiten und professionellem Handeln.

Insgesamt werden sechs Noten vergeben. So entsteht ein differenziertes Bild über den aktuellen Lernstand der Auszubildenden. Ziel ist es, Stärken sichtbar zu machen und Entwicklungsfelder frühzeitig zu erkennen.

Gerade am Ende des ersten Lehrjahres schafft dieses Prüfungsformat eine wertvolle Grundlage für die weitere Ausbildung.

Gemeinsam die Pflegekompetenz stärken

Die Ergebnisse werden anschließend auch mit den Praxiseinrichtungen ausgewertet, in denen die Auszubildenden ihre praktischen Einsätze absolvieren. Gemeinsam wird besprochen, welche Kompetenzen bereits sicher beherrscht werden und wo zusätzliche Förderung sinnvoll ist.

So entsteht ein enger Austausch zwischen Schule und Praxis, der die Qualität der Ausbildung nachhaltig stärkt und die angehenden Pflegefachkräfte optimal auf ihre nächsten Ausbildungsschritte vorbereitet.

So fühlt sich Pflegepraxis von Anfang an an

Wer den OSCE durchläuft, erlebt, wie nah die Ausbildung an den echten Anforderungen des Pflegeberufs ist. Verantwortung übernehmen, Menschen professionell begleiten und im Team handeln gehören hier von Beginn an dazu.

 

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